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Bestattungsmuseum, der Tod auf Wienerisch

Bestattungsmuseum, der Tod auf Wienerisch

Die Wiener haben ein ganz besonderes Verhältnis zum Tod, man spricht hier gern von einer „schenen Leich“. Wie ernst die Stadt das nimmt, zeigt ein Museum, das passenderweise unter der Erde liegt. Seit 2014 ist das Bestattungsmuseum unter der Aufbahrungshalle 2 am Zentralfriedhof untergebracht.

Auf rund 300 Quadratmetern zeigt es mehr als 250 Originalobjekte aus der Geschichte der Wiener Bestattung. Da steht ein Leichenwagen für Pferde aus der Zeit um 1900, und es gibt einen Klappsarg aus dem Jahr 1784. Joseph II. wollte damit sparen. Am Grab öffnete sich der Boden, der Tote fiel hinein, und der Sarg wurde wiederverwendet. Die Wiener waren so empört, dass der Kaiser die Regel schon nach sechs Monaten zurücknehmen musste. Am schaurigsten sind ein Herzstichmesser und ein Rettungswecker. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Menschen große Angst hatten, lebendig begraben zu werden.

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten und Eintritt aktuell auf der Website
Adresse:
Zentralfriedhof, Simmeringer Hauptstraße 234, 1110 Wien, Zufahrt über Tor 2, unter der Aufbahrungshalle 2
Webseite:
Bestattungsmuseum (öffnet in neuem Fenster)
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